Neuzugang Marcic schon verletzt
TV verliert gegen Iserlohn

Die Basketballer des TV Werne haben auch das zweite Spiel binnen nicht einmal 48 Stunden verloren. Nach dem 60:81 gegen die SG Sechtem am späten Freitag verlor das Schlusslicht der Regionalliga (West) gegen Noma Iserlohn mit 66:82 (21:18, 10:23, 11:18, 24.23).

Da auch die Mitkonkurrenten um den Ligaerhalt, BG Hagen, Bonn-Meckenheim und Willich, verloren haben, bleiben die Werner auf Schlagdistanz. „Wir werden weiter alles versuchen, sportlich die Klasse zu halten und in den letzten zehn Spielen alles zu geben“, meinte Trainer Ivan Rosic. Die Niederlage gegen den Tabellenfünften traf die Gastgeber nicht unerwartet. Aber vor 150 Zuschauern in der Ballspielhalle ließ sich das Spiel sogar so gut an, dass die Gastgeber Mitte des ersten Viertels mit 16:4 führten und gleichzeitig die Iserlohner zu vielen Fouls zwangen. „Dann aber haben sie gedacht, sie können einen Gang zurückschalten. Die Jungs müssen verstehen, dass sie spielerisch es nicht lösen können. In dieser Liga und vor allem in unserer Situation musst du 40 Minuten ans Limit gehen“, ärgerte sich Rosic über einen leichtfertig verspielten Vorsprung. Denn bis zum Ende der ersten zehn Minuten hatten die Iserlohner ihre Sicherheit gefunden – und den Rückstand auf nur noch drei Punkte verkürzt. Nicht einmal für zweieinhalb Minuten hielt der knappe Vorsprung im zweiten Viertel. Kristof Schwarz traf erst zum 24:24-Ausgleich, dann zur erstmaligen Iserlohner Führung. Und die sollte bis zum Ende Bestand haben.

Mit zehn Punkten lag Iserlohn zur Pause in Führung, und echte Spannung kam nicht mehr auf, denn Noma zog auf 17 Punkte weg, als Fabian Bleck einen Dreier zum 42:59 aus Werner Sicht verwandelte.

Und schön anzuschauen war die Partie auch nicht mehr, denn das Schiedsrichter-Duo Schäfer/Kremer ließ mit pingeliger Regelauslegung so etwas wie Spielfluss gar nicht aufkommen. „Wir hatten überhaupt keine Chance, mal richtig da rein zu kommen“, ärgerte sich Rosic.

Immerhin fanden die Werner kurzzeitig noch einmal so etwas wie Spielrhythmus und verkürzten nach zwei sicheren Freiwürfen von Kwame Duku auf acht Punkte (58:66). Doch Iserlohn konterte mit einem Dreier von Schwarz sowie Punkten von Figures und Bleck zum 58:73 – und damit zur Entscheidung, zumal Neuzugang Dusan Zivicky nach einer ordentlichen Vorstellung mit dem fünften Foul in der 32. Minute das Feld verlassen musste.

Der Rest des Schlussviertels zog sich von Schiri-Pfiff zu Schiri-Pfiff lang wie ein Kaugummi, und nach insgesamt 74 Freiwürfen und entsprechend vielen Unterbrechungen nahm die Iserlohner Bank 3,6 Sekunden vor dem Ende zu allem Überfluss noch eine Auszeit. Da hatte sich der große Zeiger der Hallenuhr seit Spielbeginn schon fast genau zweimal voll gedreht.

Unterdessen hat der TV Werne einen Neuzugang für seine vakante Position im Spielaufbau zu vermelden, nachdem Danilo Smigic den Verein unter der Woche verlassen hat. Peter Marcic (23 Jahre) kommt vom litauischen Verein Puntukas aus der dortigen 2. Liga. Allerdings fehlte Marcic, da er sich am Samstag bei einem kurzfristig anberaumten Training eine Bänderdehnung zuzog. Die Werner hoffen aber auf eine schnelle Genesung und darauf, dass der Aufbauspieler ab Mittwoch ins Training einsteigt. Unterdessen hat Kassim Mbamba gegen Iserlohn sein letztes Spiel bestritten. Bei Mbamba war ohnehin klar, dass er dem TV Werne nur für die ersten drei Meisterschaftsspiele im Januar zur Verfügung stehen wird. Auch Januar-Neuzugang Marc Lüttecke scheint dem TV Werne kaum mehr zur Verfügung zu stehen. Er hat einen Job bekommen und wird deswegen kaum noch trainieren können.

„Wir haben noch bis Samstag Zeit, vielleicht fällt uns ja noch ein Deutscher vor die Füße“, sagt TV-Trainer Ivan Rosic mit Blick auf eine weitere Verpflichtung – es wäre dann der siebte im Januar.

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1. Herren (1RLH)

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Veröffentlicht

am 23.01.2012 um 09:48 Uhr.

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