Fokus auf kommenden Freitag gegen BG Hagen
Werner Basketballer chancenlos beim 80:107 gegen Grevenbroich
Bereits zur Halbzeit war die Begegnung bei einer 28-Punkte-Führung für die Gäste entschieden (64:36). Für TV-Trainer Ivan Rosic kam die vierte Heimniederlage der Saison nicht überraschend.
„Das war jetzt nicht enttäuschend, das war die Realität. Wir sind von der Struktur her nicht in der Lage, gegen einen so guten Gegner die durch Gunthers Verletzung entstandende Lücke zu schließen“, sagte Rosic.
Auch in den Köpfen der Kollegen hatte der Kreuzbandriss bei Zajic offenbar Spuren hinterlassen – ebenso wie der schwache Pokalauftritt am Donnerstag in Bottrop, als das Team im WBV-Wettbewerb nur mit sehr viel Dusel das Achtelfinale erreicht hatte. „Bottrop hätte eigenlich schon Warnung genug sein müssen“, meinte Rosic. Aber auch gegen Grevenbroich wirkte die Mannschaft alles andere als stabil.
„Uns ist unser Grundgerüst weggebrochen“, sagt Rosic. Übrig geblieben von den drei Elementen, die das Rückgrat des Teams bilden sollen, ist einzig Marko Samanovic. Für Zajic ist die Saison beendet, und Spielmacher Enrico Kufuor, mit großen Hoffnungen aus Magdeburg geholt, läuft seiner Form hinterher.
„Eigentlich soll es so sein, dass ihn Christoph Henke unterstützt, aber es ist umgekehrt. Er braucht im Moment Hilfe auf dem Platz“, meinte Rosic, und: „Das ist nicht ausreichend für die Positon, die er hier bekleidet. Er ist im Moment alles andere als ein Leistungsträger.“
Für den Berliner heißt das im Klartext: In den drei Spielen bis zur Weihnachtspause muss sich seine Leistung exorbitant verbessern, sonst wird der Vertrag aufgelöst.
Aber auch mit Zajic hätte es am Samstag nicht zum Sieg gereicht. „Die Bereitschaft zu kämpfen war einfach nicht da“, bemängelte Rosic. Die Gäste zeigten hingegen, warum sie zu den vier besten Teams der Liga gehören.
Sie demonstrierten einmal mehr, dass sie unter dem Korb die Lufthoheit herstellen können wie keine zweite Mannschaft der Liga. 40:19 lautete die Bilanz zu Gunsten der Rebound-Könige. Weitere Stärken: eine sehr präsente Defense und sichere Schüsse von außen.
So nahm Grevenbroich den Wernern früh den Schwung: Zwei Dreier von Antonio Huston, ein Korbleger im Nachsetzen und ein weiterer Treffer vom Norweger Thomas Ble – nach nicht einmal zwei Minuten stand es 0:10. Angetrieben von Huston und Ble wirkten die Elephants fortan alles andere als schwerfällig und legten mit feinem Händchen bis zur Pause ein dickes Polster zwischen sich und ihre Gastgeber.
Ein 17:0-Run von 38:32 auf 55:32 machte für Grevenbroich alles klar.
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Veröffentlicht
am 27.11.2011 um 21:21 Uhr.
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