TV Werne - Paderborn Baskets 2 101:83 (27:22, 28:18, 21:26, 25:17)
Mit des Gegners Waffe
Es war vor nur 150 Zuschauern ein intensives Spiel, das die heimischen Fans auch über die Weihnachtspause hinweg nicht vergessen werden. Tom Conboy machte den ersten Hunderter in dieser Saison auf eigenem Parkett perfekt - das war 1,5 Sekunden vor dem Ende mit einem Freiwurf.
Dabei schlugen die Gastgeber den jungen Paderborner Erstliga-Nachwuchs mit dessen ureigener Waffe: TV-Trainer Ivan Rosic überraschte seinen Kollegen Artur Gacaev mit einer Ganzfeld-Presse, setzte den Paderborner Aufbau schon beim ersten Zuspiel an dessen Grundlinie unter Druck - Dauerpower also trotz der gerade überstandenen Grippewelle.
Vor allem Radek Manske und Andrej Docenko taten sich bei dieser Kraft raubenden Spielweise hervor. Sie rackerten für die noch geschwächten Meinert und Aaron doppelt mit, sorgten in vorderster Front mit ihrer aggressiven Abwehrarbeit immer wieder für Paderborner Ballverluste.
Und noch ein Mann aus der zweiten Reihe bestätigte am Samstag seine Ligatauglichkeit: Marc Lüttecke. Der Center bekam von allen "Langen" im Werner Kader die meiste Spielzeit - und nutzte sie zur Werbung in eigener Sache.
Die Werner brauchten in dieser temporeichen Partie das erste Viertel, um sich so richtig in das Geschehen hinein zu kämpfen. Mitte des zweiten Durchgangs wuchs die Führung erstmals auf einen 2-stelligen Wert (43:32), bevor Trevor Wittwer und Frederic Meinert erstmals einen 15-Punkte-Vorsprung herauswarfen (49:34/18.).
Nach dem Seitenwechsel kam Paderborn noch zweimal etwas näher heran. Zunächst im dritten Viertel mit einem 13:6-Lauf auf 61:53, doch sorgten Docenko mit einem Dreier und einem weiteren Korb sowie Conboy schnell wieder für klare Verhältnisse (68:53/26.).
Und in einer heißen Phase des Schlussviertels, als wildes Hin und Her fast jegliche Präzision kostete, verkürzten die Baskets noch einmal auf 76:82. Aber auch hier erstickten Lüttecke sowie Aaron mit einem Dreier zum 93:78 schnell alle Paderborner Hoffnungen im Keim.
Dass die Werner Zuschauer auch nach dem Jahreswechsel die drei US-Amerikaner Wittwer, Aaron und Goldsmith wiedersehen werden, stellte Trainer Rosic noch einmal klar. "Ich habe mit Matt telefoniert", sagte er, und: "Die Heilung macht Fortschritte. Er wäre am liebsten schon wieder hier. In Ibbenbüren ist er wieder dabei." Die Zukunft von Goldsmith-Vertreter Tom Conboy ist dagegen offen. Rosic: "Wir werden uns nach dem letzten Spiel in Dortmund zusammensetzen und die Hinrunde analysieren."
TV Werne: Aaron (18/2), Meinert (17/3), Mersch, Docenko (13/2), Manske (6), Wittwer (21), Lüttecke (8), Filipovic (4), Langos, Tübel, Conboy (14)
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1. Herren (1RLH)
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Veröffentlichung
am 09.12.2008 um 10:22 Uhr
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Paderborn Baskets 2 Sieg Spielbericht
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